The Wrestler (USA 2008, Darren Aronofsky)

154942In der Zwei-Schnitt Rubrik ist heute meine Kritik zu Aronofskys Rourke-Vehikel beim Schnitt veröffentlicht worden:

"Darren Aronofsky ist ein Chronist des Untergangs. Und der (verborgenen) Süchte. Die Sucht wissen zu wollen, was die Welt zusammenhält oder ins Chaos stürzen wird, treibt den Mathematiker aus PI in die Paranoia, jene nach Glück, ein wenig Anerkennung und Unabhängigkeit mündet für die Protagonisten aus Requiem for a Dream in Abhängigkeit und Wahnsinn, dem unumkehrbaren Endpunkt. Der ist für jede Figur in Aronofskys Werk bereits mit der ersten Einstellung besiegelt, und der Weg dorthin ist ein dunkles Inferno aus Jump Cuts, Reißschwenks, Split Screens, ungewöhnlichen Kadrierungen, präzisem Musik- und Toneinsatz und dergleichen mehr – die Frage nach der verheerenden Wirkung sozialer Gewalt ist auch eine nach dem Einsatz der technischen Mittel. Der gesamte Apparat ist darauf ausgerichtet, das destruktive Potential der Selbstbehauptung in einer durch und durch abweisenden Welt zu beleuchten. Dieses Handeln gegen sich selbst kann den Figuren nicht angekreidet werden; im Gegensatz zu uns, die wir erst während ihres Sturzes ihre heimlichen Beobachter werden und deswegen bereits ahnen, daß der Weg nur elendig verlaufen kann, wissen sie es nicht besser."

mehr beim: Schnitt

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