Filmtagebuch

Quiet Earth (neuseeland 1985, Geoff Murphy)
Zwei Pimmel sind wohl schon einer zuviel, Apokalypse hin oder her. Paarbildungsstrategien sind dann sicherlich beschränkter, aber warum nur drei Überlebende immer noch wenigstens zwei eifersüchtige Helden benötigen, da will ich auch empathisch sein, leuchtet mir nicht ein.

Robocop (USA 1987, Paul Verhoeven)
Bleibt, trotz eines gescheiterten, intermedialen Flirts mit der Wrestlingwelt, eine Macht.

Omen 3 - Barbara`s Baby (USA 1981, Graham Baker)
Hätte ein Drehbuch gut vertragen können.

The Departed (USA 2006, Martin Scorsese)
Wendet sein Drehbuch ins epochale und zu einer Schule des Blicks. Kulturpessimist, der ich manchmal bin, möchte ich behaupten, dass diesem Film in zehn Jahren nachgeweint wird.

Was Frauen wollen (USA 2000, Nancy Meyers)
...kann dort diskutiert werden. Hier aber glücklicherweise nicht.

King of the Ants (USA 2003, Stuart Gordon)
Slacker-Henry mit Tarantino-Gangster-Appeal. An manchen Stellen glühend, an vielen aber einfach nur Cold Blooded. Klar, vom Rad zum Auto war eine ganze Weile zwischengelagert, aber wer will die schon im Detail aufzählen?

Small Soldiers (USA 1998, Joe Dante)
Vielleicht der Stichwortgeber für den zielgruppenzusammenführenden Animationsfilm. Aber einige Teile der Familie werden die anderen mit Nachfragen beherzigen, und das war schon bei den Gremlins klasse. Diese Parallele will wohl auch die deutsche Synchrostimme Arnies herstellen, und aus ihr sprechen fortwährend die Kriegsfilm-Klassiker. Wer sie nicht kennt, sieht ein anderes Abenteuer. Bei einem Shrek wäre das nur noch zweitrangig und deswegen auch nicht weiter schade, und das ist wirklich schade.

I am Legend (USA 2007, Francis Lawrence)
Gefiel mir, bis die Theologie glaubte, sich einschleichen zu müssen.

Deep Star Six (USA 1989, Sean. S. Cunningham)
Michael Althen quintessenzierte einst ein Festival mit "Im Kino gewesen. Geweint" und war deswegen nicht nur Kafka, sondern auch perönlich, frei vom Autoren-Ich, betroffen.
Mein erstes Todeserlebnis war ein gefleckter Panzerwels, der aus unserem Hausgebrauchsaquarium sprang und hiernach elendig vertrocknete, bis er von mir entdeckt wurde. Klein und dumm wie ich war, schüttete ich immer wieder Wasser über ihn, bestimmt eine Stunde lang. Meine Eltern ließen mich gewähren. Dieser vorliegende Wasserfilm stocherte packend in der Wunde und hatte den Zuschauer sofort in seinem Bann.
Vorm Plasma gesessen. Petrübt. Aber dafür schickt mich doch niemand auf ein Filmfestival und bezahlt es mir und mich auch noch, oder doch? Vor allem horrend. Jedenfalls wäre ich wesentlich günstiger als dieses vorliegende Erzeugnis. Und flexibel betroffen bin ich bereits kostensparend in den eigenen vier Wänden.

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