Filmtagebuch

Nur 48 Stunden (USA 1982, Walter Hill)
Und wieder 48 Stunden (USA 1990, Walter Hill)

Das Werk Walter Hills...von meiner Seite recht unerschöpft, und langsam wird mir dies als Versäumnis bewusst.

Das Mädchen auf dem Besenstiel (Tschechoslowakei 1972, Vàclav Vorlicek)
Alte Liebe rostet nicht, sie reift. Wie stoisch hier noch auf die abgefahrenste Irritation der Realität reagiert wird, ohne das Zepter der Berufung für einen kurzen Moment loszulassen (wie die Erwachsenen) oder dem Nutzen des Zauberbuchs mit etwas Gedankenkraft auf die Sprünge zu helfen (wie die Lausbuben), lehrt wie fest Grenzen zementiert sind. Im Kopf wie am Schlagbaum. Einreißen will sie freilich niemand. Da ruft selbst der Herr der Finsternis ein müdes Lächeln hervor. Die Tonspur allein ist bereits ein Partyhit.

Platoon (USA 1986, Oliver Stone)
Stone setzt die Zweiteilung guter Vater/ böser Vater im Dschungel fort und spürt auch hier dem Weg der USA in den reaktionären Backlash parabolisch nach. Dass er dafür Charlie Sheen als rächendes und ernüchtertes Instrument zur Standortbestimmung nutzt, lässt den Plot konservativer erscheinen, als er eigentlich ist. Vielleicht später mal mehr dazu, wenn die Zeit da ist.

Fido (Kanada 2006, Andrew Currie)
Überträgt das politische Moment des Subgenres ins grimmig-manifeste, aber der Plot war mir in diesem Fall etwas zu zerfranst. Meinem Player scheinbar ebenfalls.

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