Francois Bourgeon - Reisende im Wind

9783868690798-interior-1In der heutigen Ausgabe der Taz gibt es eine Rezension von mir zur Neuausgabe und Fortsetzung:

"Als 1979 François Bourgeons erstes Album der insgesamt fünfbändigen Reihe "Reisende im Wind" erschien, kam dies einer kleinen Revolution im frankobelgischen Comic gleich. Da war zunächst die ungewöhnliche Form, die den bis dato geltenden Seitenumfang von 48 bzw. 64 Seiten nach eigenem Gusto ausweitete und somit die Erzählung nicht mehr dem Format unterordnete. Da war zudem die manierierte, sehr filmische Art und Weise des Erzählens selbst. Dominierten bislang starre Seitenarchitekturen die Bande desinèe - den Comic des französischsprachigen Raums - in Form regelrecht normierter Seitengestaltungen und schematischer Streifenanordnungen, nutzte Bourgeon nicht bloß die Montage der Panels zur Stimmungserzeugung, sondern die Komposition der gesamten Seite."

mehr bei: Tageszeitung

Guy Delisle - Aufzeichnungen aus Birma

birma-250Meine Rezension auf satt.org:

"Wollte man der Unverbindlichkeit der Subjektivität das Wort reden, dann besäße Delisles autobiographischer Reisecomic über eine der weltweit repressivsten Militärdiktaturen keine große Relevanz - sofern man denn eine vielschichtige Gesellschafts­analyse erwartet, wie sie so manche euphorische Kritik in Aussicht stellt. Hinter dieser Einschätzung liegt wohl der Irrglaube an eine ominöse Authentizität des Beobachtens, die sich aus einer ebenfalls recht ominösen Erfahrung speist: Für Guy Delisle bestände sie dann aus einem 14-monatigen Aufenthalt in Birma, wohin es ihn bzw. sein gezeichnetes Pendant als Begleiter seiner Frau während ihres Einsatzes mit der NGO Ärzte ohne Grenzen verschlägt. Authentizität der Erfahrung, das muss gar nicht als medienpraktisches Problem erörtert werden: Der tägliche Blick in die hiesige Presselandschaft genügt, um herauszufinden, dass auch die lebenslange Präsenz in einem Land nicht davor feit, an einer an Autismus grenzenden Beurteilungsfähigkeit dessen politischer Lage zu leiden."

mehr bei: satt.org

Der deutsche Jugenschutz auf dem Operationstisch

Ein zweiteiliger Artikel von Hans Schmid auf Telepolis:
1. Kasperltheater, Folterpornos und Zensoren
2. Böse Filme zwischen Kunstfreiheit und Jugendschutz

Eric Liberge - Monsieur Mardi Gras. Unter Knochen

9783940864345Meine Rezension beim Tagesspiegel:

"Da sitzt der aufs bloße Skelett reduzierte Kartograph Victor Tourtelle und stellt resigniert fest: „Ich bin tot. Tot und im Gefängnis.“ Beides ist richtig, nur fällt die Entscheidung schwer, welches Gefängnis das absurdere sein soll: diese bar aller religiöser Paradiesverheißungen grau-schwarze Steppe, auf der alle Verstorbenen gezwungen sind, als karge Knochengerippe ihr ewiges Dasein einzurichten, oder ihr kafkaesker Versuch aus der Erinnerung an das Diesseits ein ihm strukturell fatal ähnelndes Jenseits zu erschaffen und zwar mit all seinen aus der diesseitigen Vorhut bekannten Zwängen, Pflichten und Sanktionen: Bürokratie, Arbeit, Gefängnis?"

mehr bei: Der Tagesspiegel

Treffen der Filmemacher...

... in Tutzing, am 18. 1. 2009, mit u.a. Michael Althen, Michael Verhoeven, Hans Helmut Prinzler, Edgar Reitz, sechsteilig auf YouTube: 1, 2, 3, 4, 5, 6

Hermann/ Greg - Comanche Band 1: Red Dust

303532_m1w350q75v52220Beim Tagesspiegel wurde heute meine Rezension veröffentlicht:

"Auftakt zu einem Western-Klassiker: Der erste Auftritt des Cowboys namens Red Dust ist zwar heroisch, aber nicht sonderlich glamourös. Inmitten der Prärie hält er sein Gewehr zum Gruß erhoben, um eine Pferdekutsche zu stoppen. Der Kutscher will ihn mitnehmen, sein Mitfahrer, ein professioneller Killer, hat jedoch andere Pläne. Er droht den Kutscher zu erschießen und ihn für die weitere Strecke durch Red Dust zu ersetzen. Auf dem letzten Panel der zweiten Seite fordert ihn Red Dust zum Duell, auf dem letzten Panel der dritten Seite stürzt der Killer getroffen zu Boden."

mehr bei: Der Tagesspiegel

zweitveröffentlich bei: satt.org

Blutch - Blotch. Der König von Paris

blotch-cover-avantMeine Rezension wurde heute auf satt.org veröffentlicht:

"Blotch ist der selbsternannte Liebhaber alles Schönen. Aber eigentlich ist er bloß das karikaturesk nicht sonderlich verfremdete Zerrbild des reaktionären Bürgertums. Blotch ist auch der selbsternannte Rubens der Neuzeit. Aber eigentlich ist er das Alter Ego seines Schöpfers Christian Hincker, besser bekannt als Blutch, nach Angoulême zuletzt beim Fumetto Comic Festival gefeierter Comicautor und Erzähltausendsassa aus Frankreich. Genauer gesagt ist Blotch das antizipierte Bildnis dessen, was Blutch die größte Sorge bereitet: „Mit Blotch exorziere ich das, wovor ich mich am meisten fürchte: Routine und Verbitterung.“"

mehr bei: satt.org

zweitveröffenlicht bei: Tageszeitung

Regisseure im Gespräch

Auf der DVD The Fearmakers Collection werden in halbstündigen Beiträgen elf arrivierte Regisseure des Horrorfilms portraitiert. Ein paar davon gibt es auch auf YouTube zu sehen und zwar: Roman Polanski (1, 2, 3), William Castle (1, 2, 3), Roger Corman (1, 2, 3), Tobe Hooper (1, 2, 3), Jack Arnold (1, 2, 3), Robert Wise (1, 2, 3), Roland West (1, 2, 3), Jacques Tourneur (1, 2, 3) und Terence Fisher (1, 2, 3).

Zwei Dokumentationen über Philip K. Dick

Auf YouTube:

Philip K. Dick - The Penultimate Truth (USA/ Argentinien 2007, Emiliano Larre): 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9

"Arena" Philip K Dick: A Day in the Afterlife (USA 1994, Nicola Roberts): 1, 2, 3, 4, 5, 6