Zwei Dokumentationen über Fritz Lang

Deutsche Lebensläufe: Fritz Lang (Artem Demenok, D 2007)
In fünf Teilen auf Youtube: 1, 2, 3, 4, 5

Zum Beispiel Fritz Lang (Erwin Leiser, D 1968)
Ebenfalls in fünf Teilen auf Youtube: 1, 2, 3, 4, 5

The Flodders will rise again

Aber, liebe SZ, wenn man sich mit solchen Sentenzen eines gewissen Werner Schneiders erstmal hat in Rage schreiben lassen (Der Film beschränkt sich auf zwei dysfunktionale Familien; er zeigt Szenen brutaler Gewalt eines Vaters gegen seinen Sohn, Szenen gegenseitiger Verachtung und drastisch praktizierter Treulosigkeit von Ehepartnern; er stellt dar, wie gewinnbringend der Handel mit Drogen ist und wie man als jugendlicher Händler und Konsument seine Eltern täuscht.), um im Fazit auf besser geeignete Figuren zu stoßen, die zeigen, wie ein Leben gelingen kann, wenn Selbstvertrauen, Verantwortungs- und Anstrengungsbereitschaft das Leben leiten, obwohl den Anlass zur zivilgesellschaftlichen Erzürnung doch eigentlich "American Beauty" bot, also noch eigentlicher dessen Schneiders Meinung nach zweifelhafter Status als thematische Abiturprüfungs-Vorgabe, in der es inhaltlich am eigentlichsten ja schon darum gehen soll, wie unterschiedlich der oft so genannte amerikanische Traum denn eben beschaffen sein kann, im Guten wie im Schlechten, und Du also nun herumkrakeelen lässt, dass sich Suizid, Ehebruch, Drogenhandel und Elterntäuschung nicht als wochenlanges Unterrichtsthema schicken, Selbstbefriedigung, Verführung Minderjähriger und Stressabbau durch Waffengewalt schon gar nicht, wenn also offensichtlich vornehmlich die Weihen der Träumerei besungen werden sollen, dann darf doch schon einmal gefragt werden, ob die Filme Catch 22, Erbarmungslos, Wie ein wilder Stier, Bonnie und Clyde, Magnolia, Duell, Badlands, The Wild Bunch, Vierzig Gewehre, Harold & Maude, American Gigolo, Fargo, The Deer Hunter, Wall Street, L.A. Confidential, In den Wind geschrieben und noch so manch weitere Werke Deiner Kanonimitierenden SZ-Cinemathek nicht besser samt und sonders durch Pretty Woman ersetzt werden sollten, schon um ein bildungspädagogisches Zeichen zu setzen? Ach, schon ausverkauft? Naja, die nächste Liste steht sicher schneller als Du denkst, oder?

Die Reihe »yellow. schriften zur comicforschung« des Ch. A. Bachmann Verlags

yellow-1Meine Doppelrezension auf satt.org:

"In Deutschland von einer interdisziplinären oder gar institutionalisierten Comicforschung zu sprechen, wäre schlicht übertrieben. Sie ist höchstens eine Angelegenheit versprengter Intellektueller, die sich vornehmlich im kultur- und literaturwissenschaftlichen Umfeld bewegen. Es gibt die auf den deutschsprachigen Raum fokussierte Gesellschaft für Comicforschung und die dem Institut für Germanistik zugehörige Arbeitsstelle für Graphische Literatur der Uni Hamburg, zu deren Publikationsbemühungen unter anderem die gelegentliche Mitarbeit an der einzig ernst zu nehmenden, halbjährlich erscheinenden Fachzeitschrift „Reddition“ und der 2002 veröffentlichte Tagungsband „Ästhetik des Comic“ (Erich Schmidt Verlag) zählen. Einige Verlagsankündigungen für die nahe Zukunft lassen zwar bereits frohlocken (etwa der Themenband „Comics, Mangas, Graphic Novels“ der Literaturzeitschrift „Text + Kritik“, die Aufsatzsammlung „Comics. Zur Geschichte und Theorie eines populärkulturellen Mediums“ bei Transcript oder Ole Frahms Monographie über „Die Sprache des Comics“ bei Philo Fine Arts), können jedoch aufgrund ihrer überschaubaren Summe leider bislang den Eindruck eines Nischenphänomens nicht hinter sich lassen."

mehr bei: satt.org

Banhold, Lars: Batman. Konstruktion eines Helden, 2. Aufl., Ch. A. Bachmann Verlag, Bochum 2008, ISBN 978-3-941030-02-2, 100 Seiten, 10,90 Euro

Lohse, Rolf: Ingenieur der Träume. Selbstreflexive Komik bei Marc-Antoine Mathieu, Ch. A. Bachmann Verlag, Bochum 2008, ISBN 978-3-941030-09-1, 134 Seiten, 12 Euro
Ch.A.Bachmann Verlag

Im Glaskäfig (ESP 1986, Augusti Villaronga)

Glas_Schuber_kleinIn der Juli-Ausgabe von Konkret wurde meine Kritik zu Villarongas Debüt (jüngst via Bildstörung auf DVD erschienen) als Film des Monats abgedruckt. Der Text wird nachgereicht, sobald er online verfügbar ist.

Podcast zu Testcard #18: Regress

Ein umfangreicher Podcast zur aktuellen Ausgabe der Testcard: In Interviews sprechen u.a. Andreas Rauscher über die Krise des amerikanischen Independent-Kinos und Mitherausgeber Martin Büsser über den Hass auf Emos.
1. Teil, 2. Teil

Medien und Gewalt

Als pdf-Datei: Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend (Hg.) - Medien und Gewalt. Befunde der Forschung seit 1998
via

Cosey - Auf der Suche nach Peter Pan

peter_panMeine Rezension wurde heute bei satt.org veröffentlicht:

"Für den rastlosen Westerner ist die Suche gleichbedeutend mit der kolonialen Erschließung von Heimat. Deswegen ist in den klügsten Panoramaufnahmen von Monument Valley auch stets das insgeheime Wissen darüber verborgen, dass diese äußere Kolonialisierung nur mit einer inneren zu haben ist. Die dümmsten Aufnahmen hingegen wollen von dieser gegenseitigen Abhängigkeit nichts wissen. Sie unterwerfen die äußere Welt zur gestaltbaren Ressource. Sujet und Erzählmethode werden eins und der künstlerische Blick wird selbst ein kolonialistischer."

mehr bei: satt.org

Cosey - Auf der Suche nach Peter Pan. Cross Cult 2009. 152 Seiten. 25 Euro
Cross Cult

Krisen und Chancen der Filmkritik

Konstatiert von Christoph Egger und Georg Seeßlen.

Marin (F 2007, Alexandre Bernard/ Pierre Pages/ Damien Laurent)

Eine ziemlich traurige Geschichte über eine ziemlich ungleichgewichtige Freundschaft erzählt dieser exzellente Animationskurzfilm. Auf der Homepage gibt es zudem ein wenig Artwork zu bestaunen.
via treschgesch

Dissertation Serienmörder im Film

Stefan Höltgen: Zur Konstruktion von Authentizität im Serienmörderfilm

Subversive Repräsentationsformen und schnöde Definitionsfragen

Véronique Vonier: Von der Graphic Novel zum Film – Postmoderne und die Repräsentation von Gender in Frank Millers SIN CITY

Eckart Sackmann: Comics sind nicht nur komisch. Zur Benennung und Definition

Richard Marzano/ Jean Michel Ponzio - Der Schimpansenkomplex

9783940864291Beim Tagesspiegel wurde heute die überarbeitete, den dritten Band der nun komplettierten Trilogie berücksichtigende Fassung meiner satt.org-Rezension veröffentlicht:

"Die Mondlandung im Jahre 1969 und die Erschließung des roten Planeten sind seit jeher gern genutzte Topoi für mannigfaltige Verschwörungstheorien. Verschwörungstheoretiker wiederum gerieren sich gerne als Herrschaftsskeptiker, um die ihren Positionen zu Grunde liegenden Symptome der Paranoia zu verschleiern. Für die Science Fiction zu guter Letzt ist die Paranoia ein konstitutives Element. Sie bietet die Möglichkeit zur konkreten Gesellschafts- wie zur universalen Zivilisationskritik, ohne zu sehr vom realpolitischen Tagesgeschäft, folglich auch von saisonaler Popularität, abhängig zu sein."

mehr bei: Der Tagesspiegel

Richard Marzano (Text und Storyboard)/ Jean Michel Ponzio (Zeichnungen) - Der Schimpansenkomplex. 3 Bände. Bd. 1 + 2 je 56 Seiten/ Bd. 3 64 Seiten. Splitter Verlag. Bielefeld 2008/ 2009. je 13, 80 EUR
Splitter Verlag

Filmtextsammlung

Bei der Zeitschrift Medienobservationen der Uni München wurden nun jüngst die ersten Beiträge der zwei Vortragsreihen "Gewalt im Film, Gewalt des Films" und "Die Skandalfilme der Filmgeschichte" online gestellt. Mit laufender Ergänzung darf gerechnet werden.
via

Heute erschienen: Cargo #2

cover-280
Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis, dort zu den Bestellmöglichkeiten.

Steve Niles/ Rob Zombie/ Richard Corben - Bigfoot

cover1 Als Teil einer Pro & Contra-Doppelkritik ist heute meine Rezension beim Titel-Magazin veröffentlicht worden:

"Keine Frage, alle drei Beteiligten an dieser Miniserie haben sich im phantastischen Bereich unleugbar ihre Meriten erworben. Insbesondere Richard Corben, der für Bigfoot lediglich als Zeichner fungiert, hat mit seinen eigenwilligen Körperbildern in Den das reaktionäre Verständnis des Fantasyhelden-Habitus sarkastisch ad absurdum geführt und auf diesem Wege stets unter der Hand Kritik der Geschlechterrollen und des Konservatismus dieses Genres formuliert. Rob Zombies Filme hingegen präsentieren ganz und gar huldigendes Zitatkino, dessen Motiv- und Sujetmodifikationen indes immer den Zeichen-Diskurs mitzudenken scheinen."

mehr bei: Titel-Magazin

zweitveröffentlicht bei: Der Tagesspiegel

Steve Niles/ Rob Zombie/ Richard Corben - Bigfoot, Cross Cult 2009, 128 Seiten, 16 Euro
Cross Cult