Hannah Arendt im Gespräch

- mit Günter Gaus in sechs Teilen: 1, 2, 3, 4, 5, 6. Max Horkheimer ist gesplittet in acht bzw. sechs Teilen über Philosophie als Kulturkritik zu hören: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 & 1, 2, 3, 4, 5, 6

Adorno im Gespräch mit Arnold Gehlen

- zu hören auf youtube. Weniger anschlussfähig, dafür aber fürs Auge und ebenfalls auf youtube: Niklas Luhmann zweiteilig (1, 2) über Systemtheorie und einmal nerdig zum Zettelkasten-Prinzip.

Fiona/ Bridget (USA 1998; F/ Japan 2002, Amos Kollek)

15699Im Gegensatz zum aspetischen Leben in "Sex and the city" oder der poetischen Inspirationskraft in "Manhattan" bietet das New York Amos Kolleks seinen Figuren nichts außer Verfall und wachsendem Elend. In seiner Trilogie der Einsamkeit (zu der noch der Aufhänger "Sue" zählt) ist es stets Ausnahme-Darstellerin Anna Thomson, die das Märtyrium der urbanen Hölle durchwandern muss. Auch wenn sich beide Filme stilistisch erheblich voneinander unterscheiden, ist es doch vor allem ihre Präsenz , ihr Spiel mit und aus Trauer, stoischem Durchhaltewillen, Aggression und gebrochener Unnahbarkeit, welche den Zusammenhang generiert. Und zu diesem Spiel gesellt sich die Physiognomie: Ihr Körper scheint gegen alle Widrigkeiten gepanzert und ihnen gleichzeitig ausgeliefert. Die offensichtlich künstlichen Lippen und Brüste, sie scheinen den Verhältnissen, der Welt der Freier, geschuldet und wirken doch beabsichtigt fremd angesichts der sonst so schmächtigen Statur, als ob sich die Undurchschaubarkeit der Figur auch körperlich fortsetzen soll. Denn es sind vor allem Stimmungen, die Kollek aufgreift, auf seine Hauptfigur fokussiert, ihr aber so einen gleichsam universellen Entwurf vom ständigen Abgrund andichtet. "Fiona" etwa wandelt durch das Drogen- und Prostituiertenmilieu. Seit sie als kleines Kind von ihrer Mutter ausgesetzt und von ihrem Pflegevater missbraucht wurde, beselt sie zwar der Wunsch, sich an ihrer Mutter zu rächen und allem zu entfliehen, eine ernsthafte Chance steht aber natürlich nie in Aussicht. Später werden beide zwar unwissentlich aufeinander treffen, ja sogar im Bett landen, wobei ihre Mutter, nachdem sie die Wahrheit realisiert, den Freitod wählen wird, Genugtuung bereitet es Fiona nicht.

Die Konzeption von "Fiona" ist deutlich dem Underground-Kino entnommen und lehnt sich, wahlweise, an das Dogma-Kino oder dem Cinema of Transgression an. Doku-Fiction: das Zwei-Mann-Team hinter der Kamera, Regisseur und Kameramann, beleuchtet sein 16 mm Material ohne technische Unterstützung mit Darstellern, die sich zum großen Teil selbst darstellen: Junkies, Alkoholiker. Die langen Einstellungen, meist in der Halb-Totalen, wirken in keinem Moment voyeuristisch; sie skizzieren was es bedeutet, ein Leben an der Schwelle des Todes zu führen, wie sich die Dynamik entfaltet, wenn eine falsch gewählte Handlung nur noch das Ende bedeutet. Und natürlich auch: wie die Warenförmigkeit einzig nur noch den Körper als Tauschmittel übrig lässt. Zu freundschaftlichen Beziehungen scheinen ohnehin nur noch die Frauen fähig zu sein, die gegenüber den Männern notgedrungen mit ängstlicher Vorsicht agieren.

77101In "Bridget" verhält es sich ähnlich, aber völlig anders. War Fiona der Signifikant des urbanen Außenseiters, so ist Bridget ihr willensstarkes Pendant. Dank des Erfolgs von "Fiona" mit erheblich größerem Budget ausgestattet, lässt Kollek sie auch die Grenzen New Yorks verlassen: nach Beirut und Jerusalem. Nachdem ihr Mann von Gangstern wegen eines missglückten Überfalls umgebracht wurde, befindet sich Bridget nicht nur auf der Flucht, sondern auch in der Not das Sorgerecht über ihren Sohn zurück zu erlangen. Dafür ist ihr jedes Mittel recht: Da ihr Geld als Kassiererin und Striptease-Tänzerin nicht ausreicht, arbeitet sie unter dubiosen Umständen als Drogenkurier. Darüber hinaus geht sie, auf Drängen seines Vaters, eine fünfjährige Ehe mit dem geistig zurückgebliebenen Pete ein, an deren Ende ihr eine Million Dollar in Aussicht stehen.

Kollek rührt hier in verschiedenen Töpfen des Genrefilms: Gangsterfilm, Melodram, Film Noir, von den teils surrealen Einbrüchen ganz zu schweigen. Bspw. werden wir zu Beginn Zeugen einer Hinrichtung, bei der Bridgets Freundin nach einer Party von maskierten Teilnehmern während eines erniedrigenden Liegestütz-Wettbewerbs, den die Frauen nackt absolvieren müssen, in den Hinterkopf geschossen wird. Anschließend wird Bridget nackt und geknebelt in die Straßen entlassen. Ihr Weg scheint sie unmittelbar zur Arbeit zu führen, wo sie nur noch ihre Entlassung entgegen nehmen kann. Das ist ohne Frage ein verstörender Auftakt, aber diese Entgrenzung fügt sich nicht stimmig in eine kohärente Narration ein. Die Wahl der Mittel wirkt beliebig und bietet keine Anknüpfmöglichkeiten, um Bridgets Motivationen zu verstehen. In den Dialogen scheint immer wieder durch, inwiefern mehr in ihr gärt, als bloße Funktion des trotzigen Stehauf-Frauchens zu erfüllen. Die Inszenierung hingegen treibt genrespezifische Modelle des Erzählverfahrens an ihre Spitze, parodiert sie mitunter. Inwiefern dies mit "Bridget" und ihrem, ziemlich absurd irgendwie im Guten endenden Leidensweg korrespondiert, bleibt unerschlossen. Die Trauer und Anteilnahme, welche "Fiona" für seine Figuren hegt, weicht in "Bridget" eher einer kühlen Irritation.

Fiona
(Fiona, USA 1998)
Regie: Amos Kollek
Darsteller: Anna Thomson, Felicia Maguire, Anna Grace, Bill Dawes u.a.
Länge: 85 Minuten
Verleih: Monitorpop
Bildformat: 1,33:1 (4:3)
Sprache/Ton: Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras: Kommentar von Amos Kollek, Trailer, Diashow, Biographien

Bridget
(Bridget, USA/Japan 2002)
Regie: Amos Kollek
Darsteller: Anna Thomson, Russ Russo, David Wike, Lance Reddick u.a.
Länge: 90 Minuten
Verleih: Monitorpop
Bildformat: 16:9
Sprache/Ton: Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras: Kommentar von Amos Kollek, Trailer, Diashow, Biographien

CD-Release Party von The Golden Delicious am 18.07 im AJZ!

l_c2c58c9eace991a7d871c206a947d9b7The Golden Delicious, eine Band, mit deren members ich immerhin schon zu zwei Dritteln zusammen wohnte, deren Werden und Wirken ich nun seit ihrer Gründung befürworte und beipflichte, weit über die Grenzen der Grammatik hinaus, deren Auftrittschronik ich bis auf eine Ausnahme - und dies auch bloß wegen unvorhergesehener Kot-Diffusionen - lückenlos verfolgen durfte und deren Weg zum endgültigen Durchbruch ich gerne mit Rat und Tat gut finde, dieses auffällige Kleinod in der ostwestfälischen Diaspora also feiert am 18.07 um 22 Uhr im Bielefelder AJZ sich selbst, genauer gesagt die Veröffentlichung der zweiten Platte und zwar im Rahmen der Gender Bender Fuck Party. Wer nicht kommt, wird keine Gründe haben und umgekehrt ja sowieso.

Slavoj Zizek - Liebe dein Symptom wie dich selbst!

Die Dokumentation ist in fünf Teilen auf youtube zu begutachten: 1, 2, 3, 4, 5

Cyril Pedrosa - Drei Schatten

9783938511954Seine Herkunft als Animationszeichner bei Disney ist Pedrosas neustem Werk durchaus anzumerken. Dies betrifft sowohl die expressive Stilisierung der Figuren, als auch die Bereitschaft an den richtigen Stellen mit Pathos aufzuwarten. Es handelt sich jedoch weniger, wie der Hinweis auf Disney vielleicht vermuten lässt, um eine dramaturgische Dehnung des Gefühls, um von der Konstruktion des Plots abzulenken. In seiner Allegorie auf den Kindstod spürt Pedrosa jenen Momenten der Trauer nach, die aus der Hoffnungslosigkeit geboren sind. Sie ist es nämlich, die Louis` und Joachims Flucht vor den titelgebenden drei Schatten beständig wie bedrückend begleitet.

Drei Schatten: das sind die Boten des Todes, die unvermittelt vor dem Hügel des beschaulich im Wald liegenden Häuschens des kleinen Joachims und seiner Eltern auftauchen und offensichtlich nach seinem Leben trachten. Also tritt sein Vater mittels eines Handelsschiffs eine aussichtslose Odyssee an, um das Schicksal von seinem Sohn abzuwenden.

Pedrosas Finesse besteht nicht nur in seinem prägnanten, expressiv-ausfransenden Pinselstrich, der gelegentlich mit Kreide angereichert wird, um dem Setting eine regelrecht ornamentale Bedrohung anzuverleiben. Dies allein ist bereits eine pure Augenweide, die stets zur Intensivierung des Emotionshaushalts der Figuren eingesetzt wird. Aber er verwebt zudem die Strukturmerkmale verschiedener Genres und Gattungen, so dass eine eindeutige Zuordnung der Geschichte erschwert wird. Elemente von Märchen, Fantasy und Abenteuergeschichte streuen die Ahnung eines vorhersehbaren Handlungsverlaufs, der immer wieder unterlaufen wird, mitunter sogar Irritationen hervorzurufen weiß. Das Resultat offenbart sich dann und wann vorerst als Dynamik ohne Ziel, etwa wenn Figuren eine zunehmende Gewichtigkeit beigemessen wird und sie plötzlich sang- und klanglos abtreten. Es erfasst aber zugleich die Ausweglosigkeit des Vater/Sohn-Gespanns, verlagert sozusagen den internen Unwillen des Vaters, seinen Sohn loszulassen, ins Externe, befällt die Umwelt mit jenem Chaos, vor dem sie eigentlich schützen sollte. Die unentschlossen erscheinende Erzählungszuordnung konstituiert regelrecht die Empfindungen der Charaktere. Das Märchen offenbart sich als rabenschwarz: Die Abenteuerfahrt zu Schiff ist Teil der quest des Fantasy-Rahmens, die damit endet, dass der Vater in letzter Not und doch ohne Rettung sein Herz verkauft. Was sich da vorgeblich als Pathos offenbart, zeugt nicht nur von Genreeigenschaften, sondern auch von der dichotomen Entscheidungsflucht des Vaters: den Sohn aufgeben oder sein Überleben sichern? Eine Entscheidung, die freilich keine ist, und so verpuffen auch die Rettungsanker, die das Genre hie und da diktieren mag, im nichts; der zuvor ausfransende Plot verengt sich zunehmend auf den Abschied.

Die drei Schatten verkörpern die materialisierte Unfähigkeit dem tabuisierten Tod auf Augenhöhe zu begenen und die Seiten dieses Buchs immerhin einen der traurigsten Comics der letzten Jahre.

Cyril Pedrosa - Drei Schatten, 268 Seiten, Reprodukt 2008, 20 EUR
Info

auch veröffentlicht bei:
(überarbeitet) Junge Welt 23.07.08
Textem

Auferstanden aus Ruinen...

...ist nach gut zweijähriger (?) Abstinenz Christians feine Seite DVDuell, die bei dieser Gelegenheit einer mich mit Neid erfüllenden optischen Frischzellenkur unterzogen wurde und nun vollständig abonnierbar ist. Also bitte zukünftig den Tatendrang beibehalten, an Sammel- und Auflistmanie mangelt es doch schließlich nicht. ;-)

Adorno spricht...

...in drei Teilen (1, 2, 3) auf youtube über den Jargon der Eigentlichkeit. Über ihn wiederum sprach man 2003 an der Goethe-Universität in Frankfurt im Rahmen der Tagung "Die Lebendigkeit der kritischen Gesellschaftstheorie". Die Vorträge lassen sich hier gesammelt einhören als auch runterladen.

Evolutionen

Joachim Allgaier: Gezeichnete Wirklichkeiten - Realität und Comic-Kultur auf Telepolis

Lauschattacke

Wie man beim filmtagebuch erfahren kann, hat sich der mir bis dato völlig unbekannte Überklang Podcast für seine 50. Sendung zu einem Philip K. Dick Special hinreißen lassen. Das ist natürlich einen Hinweis wert.

Schicksal Verschwörung

Sein Kotzen lässt kotzen und aus Bröckers Brocken formen sich die Worte: "Ob man sich aber Nazi-Gegner und Antifaschist nennen und gleichzeitig für eine rassenreine "Demokratie" in den Grenzen von 33 vor Christus eintreten kann, das wäre dann doch die eine oder andere Überlegung wert." Die Kommentatoren krönen als Zusatz die corporate identity des Verlags: Die Klientel weiß den Inhalt der dümmlichen Publikationen bestens anzuwenden und zückt das Merkheft.
via

Moebius - Die hermetische Garage/ Arzach

19689823zDie Eulen nach Athen zu tragen oder der Versuch Moebius schreibend zu erfassen – das eine verlacht der Volksmund, das andere wohl der gesunde Menschenverstand. Denn es gibt viel zu Moebius aka Jean Giraud zu sagen und wurde bereits auch reichhaltig getan. Nun feierte er am 8. Mai seinen 70. Geburtstag und Cross Cult spendiert zwei wohlgeratene Neuausgaben seiner programmatischen Werke, die, das lässt sich ohne Übertreibung behaupten, eine Initialwirkung für den europäischen Comic bedeuteten: „Arzach“ und „Die hermetische Garage“. Dieser Umstand ist eng verwoben mit der Emanzipation einiger Zeichnerkollegen von Rene Goscinys Magazin Pilote und der daraus resultierenden Gründung der Zeitschrift Mètal Hurlant, zu deren Redaktionskern neben Moebius auch Philippe Druillet und Jean-Pierre Dionnet zählten. Hier etablierte sich das, was man, statt von Stil zu sprechen, eher als das Paradigma Moebius bezeichnen sollte und sich zuvor 1973 bereits in Pilote mit der Kurzgeschichte „Die Umleitung“ (die dankenswerter weise ebenfalls im Arzach-Band enthalten ist) andeutete (die deutschen bzw. amerikanischen Ableger „Schwermetall“ bzw. „Heavy Metal“ sollten zur internationalen Verbreitung das ihrige leisten). Dem strukturell eng gefassten Tuschestil Jean Girauds in Blueberry stehen nun die linienbetonenden, präzisen Federzeichnungen Moebius` gegenüber, die durch die engen Schraffuren und Schattierungen (die sich in „Der Umleitung“ noch als teils ungelenke Kreuzschraffuren zeigen) eine regeltrecht plastische Dreidimensionalität erzeugen. Das strenge Genrekorsett des Westerns wurde zugunsten einer zur Absurdität neigenden Erzählhaltung abgestriffen.

Moebius Alter ego aus der „Umleitung“ hat also einen neuen Weg beschritten, der sich den Konventionen von Form und Inhalt entledigen möchte und so unmittelbar in den assoziativen, traumartigen, symbolisch höchst aufgeladenen Welten der „hermetischen Garage“ mündet, die zugleich aber auch von einer noch strichbetonteren Klarheit erfasst sind. Der Stil fügt sich dabei stets den jeweiligen Kapiteln, Perspektiven und Kompositionen an. Dies war teil des Programms. Es existierte lediglich das Fragment eines Szenarios. Stattdessen näherte sich Moebius mit jedem Kapitel spontan der Geschichte an. So folgt der Leser der Major Grubert Figur bei seiner unermüdlichen Suche nach besagter Garage in einer von Archaik wie Technologisierung gleichermaßen bestimmten Science Fiction-Welt, muss sich dabei allerdings auf so manche Ungereimtheit gefasst machen: Handlungsfäden werden angerissen, Bedeutungen gestreut, aber nicht wieder aufgegriffen, selbst die Hauptfigur wandelt immer wieder ihre Physiognomie, vom Funny-Charakter bis zum detailversessenen Realismus. Die hochgradig naturwissenschaftlich anmutende und bis ins Groteske gesteigerte Sprache der Technik sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass hier allenfalls die Gesetze einer Traumwelt gelten. Dass sich dieses Spiel mit den Formen und Möglichkeiten auch in den Kompositionen, dem Seitenaufbau, den Zeitdimensionen, ja selbst in den Versuchen einer Integration der Sprechblasen in die Ästhetik des Panels niederschlug, braucht keine weitere Erwähnung.

arzachNoch mehr zu Moebius Reputation trugen die Farbexperimente aus „Arzach“ bei. Auch wenn die Hauptfigur dieser Kurzgeschichten im Titel beständig einen neuen Namen zugewiesen bekommt (und somit eine gewisse strukturelle Beziehung zur Garage besteht), brilliert das wortlose Geschehen durch den psychedelischen Farbeinsatz, der, auch wenn dieser Eindruck vom nicht zu leugnenden Witz oftmals konterkariert wird, der seltsamen Umgebung eine abstoßende und Gefahr suggerierende Kälte anverleibt. Trotz der Abwesenheit von Bewegungslinien erzeugt Moebius hier vor allem durch die eigenwillige Montage, die Farbakzentuierung und vor allem damals noch ungewöhnlichen Perspektive des Blicks
eine nicht minder ungewöhnliche Dynamik. Der Krieger Arzach bewegt sich stumm auf seinem betonartigen Flugsaurier durch eine abweisende Landschaft, die mal von fleischfressenden Gräsern, mal von gigantischen Skeletten gesäumt ist. Ob er ein Ziel besitzt ist nicht zu deuten. Deswegen wird die Welt selbst zum Träger der Geschichte, ihre Topographie zum Bildnis archetypischer Symbolismen, die direkt den Träumen entsprungen sein könnten. Der Effekt war eine Wiederbelebung des amerikanischen Underground, der zuvor überhaupt erst die Freiheit, die bei Métal Hurlant gepflegt wurde, in die Wege leitete. Moebius kann als Schnittstelle gelten für diese Korrespondenz von Form und Inhalt, der die Erweiterung des Inhaltlichen von amerikanischer Seite vorausging und später dann insbesondere von Art Spiegelman verfeinert werden sollte.

Die Edition selbst lässt keine Wünsche offen: beide Hardcover-Bände wurden einheitlich gestaltet und mit einem Vorwort von Moebius und Martin Jurgeit versehen. Fazit? Ein wegweisendes Stück Comicgeschichte ist wieder verfügbar, ergo: Freude. Passiert schließlich selten genug.

Moebius: Arzach, 56 Seiten, Cross Cult, 16 EUR
Moebius: Die hermetische Garage, 120 Seiten, Cross Cult, 19, 80 EUR

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